Brockhaus tot. Britannica eingestellt. Die Zukunft gehört ganz klar der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Sie suchen online nach Informationen zu einem bestimmten Thema? Die Frage, welche vertrauenswürdige Quelle Ihre erste Anlaufstelle ist, erübrigt sich. Wikipedia zu den meistbesuchten Webseiten der Welt. Ob Orte, Persönlichkeiten, Produkte oder historische Ereignisse, die Online-Enzyklopädie umfasst alle nur denkbaren Themen – und natürlich auch Unternehmen. Der Wikipedia-Eintrag wirkt sich dank des inkludierten Backlinks zur Unternehmensseite auf ihr Ranking in Suchmaschinen aus. Bevor man selbst aber überhaupt einen Eintrag erhält, gilt es einige Hürden zu nehmen. Erfüllt das eigene Unternehmen die Kriterien – zum Beispiel die Marktführerschaft in der Branche – für einen eigenen Eintrag? Wenn ja, gibt es vertrauenswürdige Quellen, die die Relevanz belegen? Schließlich darf es nicht um Werbung gehen, sondern um eine neutrale und fundierte Aufbereitung. Sind diese Faktoren gegeben, kann die Erstellung oder Bearbeitung eines eigenen Artikels auch nochmal kompliziert sein. Grund ist das komplexe Regelwerk der Plattform. Einen Blick hinter die Kulissen bietet die Session eines echten Insiders. Der freie Journalist Patrick Callendar schreibt regelmäßig als unabhängiger Autor für Wikipedia. Er ist dort seit 2005 offiziell unter seinem Autornamen registriert und hat bereits mehr als 1000 Beiträge bearbeitet. Gemeinsam mit unserer Kollegin Theresa Haas zeigt er, wie Wikipedia wirklich funktioniert und klärt, ob die eigene Unternehmensdarstellung auf Wikipedia dauerhaft erstrebenswert ist.